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Logistikdienstleister für Onlineshops im Vergleich

Oder welchen Logistikdienstleister verwende ich für den Versand meiner Ware?

Was vor einem Jahrzehnt noch undenkbar war, ist jetzt schon gang und gäbe: Lebensmittelbestellungen über das Internet. Von den großen Anbietern wie Amazon und Rewe, bis hin zu Nischenanbietern, profitieren alle davon, dass der Onlinehandel mit Lebensmitteln ein großer Wachstumsmarkt ist.

Eine der wichtigsten Fragen für Lebensmittelhändler im Internet ist: Welchen Logistikdienstleister verwende ich für den Versand meiner Ware? Um Sie bei der Auswahl zu unterstützen, haben wir die bekanntesten Dienstleister bezüglich aller wichtigen Faktoren analysiert.

Versand mit UPS

Unser erster untersuchter Logistikdienstleister ist UPS. Dieser Logistiker bietet zwar den Versand verderblicher Ware an, um die Kühlung muss sich jedoch der Versender selbst kümmern. Alle verderblichen und temperaturempfindlichen Waren werden befördert, das Risiko für auftretende Probleme trägt aber der Versender selbst. UPS bietet keine gesonderten Beförderungsbedingungen für solche Pakte an. Verderbliche Ware wird zudem nur innerhalb von Deutschland versendet.
Werden die mit UPS versendeten Pakete passiv gekühlt, ist eine der Voraussetzungen zum Transport, dass das Paket entsprechend gekennzeichnet wird. Das Paket ist dann mit der Art und Menge des verwendeten Kühlmittels sowie der Art des gekühlten Produktes zu beschriften.

Der Vorteil beim Versand auf diese Weise ist, dass der Preis für die Pakete identisch zum normalen Versand bleibt. Zudem kann die Art des Kühlmittels auf die eigenen Bedürfnisse, also auf das Produkt, angepasst werden. Logischer Nachteil ist, dass man als Händler die Kosten für die zusätzliche Verpackung und das Kühlmittel zahlt. Wenn es sich um mehrfach verwendbare Verpackungen und Kühlmittel handelt, muss auch die Rücksendung der Materialien wie z. B. der Kühlelemente, eigenständig organisiert werden.

 

Versand mit DPD

Im Gegensatz zu UPS wirbt DPD aktiv mit dem Versand von Lebensmitteln. Dafür gibt es bei diesem Dienstleister drei Varianten mit unterschiedlicher Lieferdauer. Die erste Variante ist der Versand haltbarer ungekühlter Lebensmittel mit “DPD Food” innerhalb von ein bis zwei Werktagen. Für den Versand leicht verderblicher Lebensmittel mit passiver Kühlung eignen sich “DPD Food Express” und “DPD Food 12:00”. Bei “DPD Food Express“ wird eine Zustellung am nächsten Werktag garantiert. Wie schon am Namen abzulesen ist, liefert “DPD Food 12:00” besonders schnell verderbliche Lebensmittel schon am nächsten Werktag bis 12:00 Uhr aus. Die Ankündigung für den Zustelltermin erfolgt für Ihre Kunden auf 30 Minuten genau. Zudem werden dem Empfänger Optionen für die Umleitung des Paketes angeboten.
DPD überwacht auch die Laufzeit der Pakete, um die Frische der Lebensmittel sicherzustellen. Wenn die Sendung nicht rechtzeitig zugestellt werden kann, bietet DPD die Option die Lebensmittel an eine karitative Einrichtung zu spenden, um die Verschwendung der Lebensmittel zu verhindern.

Was sich zunächst nach einem attraktiven Angebot anhört, hat zumindest einen kleinen Haken: DPD trennt nicht zwischen normal versendeten Gütern und Lebensmitteln. Es werden weder spezielle Hygienemaßnahmen vorgenommen, noch wird der Transport mit Kühlfahrzeugen durchgeführt. Der Versender ist komplett selbst verantwortlich für die Haltbarkeit der versendeten Lebensmittel. Zu den Voraussetzungen zum Transport gehören, eine Kühlvorrichtung, die mindestens 48 Stunden hält und eine entsprechende Kennzeichnung von mit Trockeneis gekühlten Lebensmitteln. Wird Trockeneis verwendet, sind die Pakte mit dem Schriftzug “Kohlendioxid, fest, als Kühlmittel“ zu beschriften.
Letztendlich trägt bei DPD der Versender alle Risiken dafür, dass die verderbliche Ware auch genießbar ankommt. Die Kosten für alle DPD Food Services gibt DPD wie viele der anderen Anbieter zudem nur auf Anfrage heraus.

 

Versand mit DHL

Die drei großen Unternehmen Amazon, Rewe und Real haben eines gemeinsam. Sie versenden ihre gekühlten Lebensmittel hauptsächlich mit dem Platzhirsch am Markt: DHL. Durch die Zusammenarbeit mit diesen großen Händlern und den Betrieb des eigenen Online-Supermarktes AllyouneedFresh, hat DHL bereits viel Erfahrung mit dem Versand von verderblichen Lebensmitteln.

Im Gegensatz zu den bisher genannten Anbietern lässt DHL nicht nur den Versand mit selbst gekühlten Paketen zu, sondern bietet auch professionelles Verpackungsmaterial und sichert die Einhaltung der Kühlkette. Beim deutschlandweiten Versand hält sich DHL an den HACCP-Standard für den Umgang mit Lebensmitteln. Der Transport und die Abarbeitung in den Paketzentren sind auf Lebensmittel ausgelegt und sichern einen hygienischen Umgang mit den von Ihnen versendeten Waren.

Für den Transport der verderblichen Lebensmittel bietet DHL die DHL-Multibox an. Die kann zum Versand von frischen und gefrorenen Lebensmitteln verwendet werden. Kühlelemente oder Einsätze mit Trockeneis halten Ihre Produkte für die gesamte Lieferdauer und insgesamt bis zu 48 Stunden lang frisch. So wird die Kühlkette nie unterbrochen. Natürlich ist auch der geschützte Versand von haltbaren Lebensmitteln, die z. B. zu stoßempfindlich für normale Pakete sind, möglich. Auch einen Einsatz zum Versand von Flaschen gibt es für die vielfach verwendbare Box.

Im Zusammenhang mit den wiederverwendbaren Boxen bietet DHL auf Wunsch auch die Rücksendung bzw. die Abwicklung von Pfandrückgaben für die genutzten Verpackungen. Ein weiterer Service ist auch die personenbezogene Lieferung und Jugendschutzprüfung anhand eines Ausweises.

Der Versand erfolgt bei DHL Food innerhalb von 24 Stunden und in einigen Gebieten von Deutschland sogar noch am selben Tag. Ihre Kunden können bei DHL ein zwei-Stunden-Zeitfenster zwischen 10 und 21 Uhr für die Ankunft des Paketes wählen. Die Information für den konkreten Liefertermin erfolgt dann per E-Mail oder SMS.

 

Versand mit Hermes

Hermes ist immer noch einer der bekanntesten Dienstleister in Deutschland. Allerdings bietet dieser Logistiker keine Option für den gekühlten Versand. Daher eignet sich Hermes nahezu ausschließlich für den Versand nicht verderblicher Lebensmittel. Im Gegensatz zu DPD und UPS verbieten die AGB von Hermes auch den Versand von selbst verpackten gekühlten Waren. Es werden generell keine Sendungen angenommen, die verderbliche oder vor Hitze und Kälte zu schützende Güter enthalten.

Für Dienstleister, die nur nicht verderbliche Güter versenden wollen, bietet Hermes ab 300 Sendungen im Jahr eine individuelle Preisabsprache. Für kleinere Unternehmen und StartUps lohnen sich die Hermes SparSets, die 10, 50 oder 100 Versandcoupons enthalten und bei denen man pro Versand eine kleine Summe spart.

Unser Fazit

Die Entscheidung für den richtigen Anbieter hängt stark von den zu versendenden Lebensmitteln ab. Wenn Sie nur Waren verschicken, die bezüglich Hitze und Kälte nicht zu empfindlich sind, müssen Sie lediglich den für Sie günstigsten Anbieter auswählen. Sobald Sie jedoch frische oder gefrorene Waren verschicken wollen, schränkt sich die Auswahl eines passenden Logistikdienstleisters schon stark ein. In diesem Fall ist es aus unserer Sicht sinnvoll, den erfahrenen Anbietern zu vertrauen, die auch Großkunden im Frischebereich bedienen. Wenn Sie Ihre Lebensmittel selbst verpacken wollen, dann eignen sich DHL, DPD und UPS. Bei DPD und UPS haften Sie jedoch selbst für die Verpackung. Letztendlich können wir nur den Versand mit DHL bedenkenlos empfehlen, da dieser Dienstleister tatsächlich auf den Versand von Lebensmitteln ausgerichtet ist.

KIRATIK Sebastian Kiwitz

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Sebastian Kiwitz
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