Wie Grissemann mit thomas’ BIOKAFFEE eine eigene Rösterei in eine bestehende Systemlandschaft übernommen hat — rückverfolgbar und audit-fähig, ohne organisatorischen Neustart.
Neues Sortiment, neues System-Chaos? Nicht bei Grissemann: Die neue Kaffeerösterei thomas’ BIOKAFFEE lief von Tag 1 IFS-konform und chargen-rückverfolgbar — ohne ein zweites System. Möglich, weil FoodOffice Prozesse abbildet, nicht einzelne Produkte: jede Stufe vom Rohkaffee bis zur etikettierten Tüte wird als Charge geführt.
Ob Kaffee oder ein anderes Lebensmittel entsteht, ändert nichts an der Prozesslogik — erst ein neues Sortiment fordert sie heraus.
Kurz erklärt: Was heißt Chargenrückverfolgung in der Praxis?
Chargenrückverfolgung ordnet jede produzierte Charge lückenlos ihrer Herkunft (Rohstoff-Charge, Lieferant) und ihrer Verwendung (Produktionslos, Kunde) zu — in beide Richtungen: rückwärts (woraus besteht ein Los?) und vorwärts (wohin ist eine Rohware geflossen?). Dazu gehören MHD, Los-/Chargennummern und dokumentierte Freigaben. IFS Food, HACCP und die EU-Verordnung 178/2002 (Art. 18) verlangen diese nachweisbare Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln.
Für Kaffeeröster
Aus welchem Rohkaffee, aus welcher Partie stammt diese Tüte — und wo ist sie hingegangen? Rückverfolgbarkeit entsteht, sobald jede Stufe als eigene Charge geführt wird. Der Rohkaffee kommt als Charge in den Wareneingang, in der Produktion entsteht die Röstcharge nach hinterlegtem Röstprofil, das Ergebnis wird verpackt und etikettiert — mit MHD und Los-/Chargennummer. Für eine Rösterei sieht die Kette so aus:
Dieselbe Prozesskette trägt jedes Lebensmittel: nur die Produkte wechseln, die Stationen bleiben.
Wareneingang
Rezeptur
Produktion
Charge
Etikett
Rückverfolgbarkeit
Vom Wareneingang bis zur Rückverfolgbarkeit greift in FoodOffice eine Prozesslogik – der Inhalt wechselt, der Ablauf bleibt.
Genau das hat Grissemann mit thomas’ BIOKAFFEE abgebildet — ohne ein zweites System neben dem bestehenden ERP.
Hintergrund zur durchgängigen Charge — vom Wareneingang bis zum Endprodukt: Wie lückenlose Chargen- und Herkunftsrückverfolgung in FoodOffice funktioniert.
Frage
Ein neues Sortiment ist nie nur ein neues Produkt, sondern ein Test darauf, wie reif die Prozesse eines Betriebs sind. Solange das Sortiment stabil bleibt, laufen gewachsene Abläufe „irgendwie“. Kommt ein neuer Bereich dazu, reicht das nicht mehr — es entstehen zusätzliche Listen, Sonderwege und mehr Abhängigkeit von einzelnen Personen.
Das Beispiel
Mit thomas’ BIOKAFFEE hat Grissemann (Zams) die Kaffeeröstung wieder ins eigene Haus geholt — auf den ersten Blick ein großer Schritt: neuer Produktionsbereich, neue Fertigungslogik, ein Produkt ohne Nähe zum bisherigen Sortiment.
Der entscheidende Unterschied: Grissemann betreibt FoodOffice bereits in zwei Abteilungen. Das Team wusste also längst, wie Rohwaren, Rezepturen, Chargen und Etikettierung zusammenspielen — die Rösterei war kein Sprung ins Unbekannte, sondern die Übertragung einer beherrschten Prozesslogik.
Der Hebel
Eine Kaffeerösterei wirkt fachlich weit entfernt von den anderen Abteilungen. Prozessual folgt sie demselben Muster: FoodOffice denkt in Prozessen, nicht in Produkten — nur die Produkte wechseln, die Kette bleibt. Ob am Ende Kaffee oder ein anderes Lebensmittel steht, ändert an dieser Struktur nichts. Für die Rösterei musste deshalb kein neues System aufgesetzt werden — die bekannten Abläufe wurden übertragen, nicht ersetzt.
Jede Stufe wird als Charge geführt. So bleibt der Bezug von der Herkunft des Rohkaffees bis zur fertigen Packung in beide Richtungen erhalten.
Wareneingang
Rohkaffee-Sack: Charge & Herkunft erfasst
Rösten
Röstcharge nach Röstprofil
Mischen / Mahlen
Blend bzw. Mahlgrad – Chargenbezug bleibt
Abfüllen / Verpacken
Menge je Charge
Etikettieren
Tüte mit Charge + MHD
Rückverfolgbarkeit
Lückenlos vor- und rückwärts – von der Tüte zurück bis zum Rohkaffee-Sack
Vom Sack bis zur Tüte bleibt jede Stufe als Charge verbunden – vorwärts wie rückwärts nachvollziehbar.
Neue Sparte. Neues Produkt. Gleiche Prozesslogik. Das ist der Unterschied zwischen einem Betrieb, der bei jeder Erweiterung von vorne beginnt, und einem, der auf einer tragfähigen Basis aufbaut.
Mehr zum System dahinter: ERP- & Warenwirtschaftssystem für Lebensmittelproduzenten.
Konformität
Ein neuer Produktionsbereich muss von Tag eins an audit-fähig sein: lückenlose Rückverfolgbarkeit, sauberes Chargenmanagement, dokumentierte Freigaben, belastbare Spezifikationen. Genau das verlangt der IFS-Standard — im IFS-Audit ist die nachweisbare Rückverfolgbarkeit ein geprüfter Kernpunkt.
Weil diese IFS-relevanten Prozesse bereits in der Systemlogik von FoodOffice verankert sind, erbte die neue Abteilung sie. Die regulatorische Sorgfalt steckt im System selbst, nicht in jedem Produktbereich separat:
Im Vergleich
Nach außen sieht ein Betrieb oft stabil aus, im Inneren wird Wachstum zäh, sobald ein neuer Bereich dazukommt. Der Vergleich zeigt das Muster:
| Wachstum ohne tragfähige Struktur | Wachstum mit FoodOffice |
|---|---|
| neue Listen | klare, bekannte Abläufe |
| neue Abstimmungen | übertragbare Prozesslogik |
| Sonderprozesse pro Produkt | ein System für alle Bereiche |
| IFS-Konformität neu aufbauen | IFS-Strukturen bereits vorhanden |
| mehr Personenabhängigkeit | belastbare, dokumentierte Steuerung |
Das Produkt
Am Ende geht es nicht um Systeme, sondern um das Produkt. thomas’ BIOKAFFEE verbindet sorgfältig ausgewählte Rohwaren mit handwerklicher Veredelung.
Verpackt und etikettiert im eigenen Haus, bio-zertifiziert (AT-BIO-301) — hier zwei Sorten aus dem Sortiment:
Häufige Fragen
Grissemann hat diesen Test bestanden — nicht durch Mehraufwand, sondern durch eine Systembasis, die Wachstum mitträgt: bekannte Prozesslogik, IFS-konform und rückverfolgbar von Anfang an.
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