FoodOffice · EDI Zentrale

EDI im Lebensmittelhandel: ORDERS, DESADV und INVOIC automatisiert abwickeln

EDI-Anforderungen von ALDI, EDEKA, REWE oder Kaufland? Mit der EDI Zentrale in FoodOffice wickeln Lebensmittelhersteller alle Handelsnachrichten direkt aus dem ERP ab – ohne Middleware, ohne manuelle Konvertierung.

Mitarbeiter im weissen Hygiene-Kittel mit Tablet in einer hellen, modernen Lebensmittelproduktion

EDI (Electronic Data Interchange) ist der automatische, strukturierte Austausch von Geschäftsdokumenten zwischen Lebensmittelhersteller und Handel: Bestellungen, Lieferavise und Rechnungen laufen als standardisierte EDIFACT-Nachrichten direkt von System zu System – ohne PDF, ohne Abtippen. In FoodOffice ist dieser Datenaustausch fest in die Warenwirtschaft integriert: Eine eingehende Bestellung (ORDERS) wird automatisch zum Auftrag, daraus entstehen Lieferavis (DESADV) und Rechnung (INVOIC) – partnerspezifisch und ohne Zwischensystem.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Lebensmitteleinzelhandel fordert zunehmend EDI – die wichtigsten Nachrichten sind ORDERS (Bestellung), DESADV (Lieferavis), INVOIC (Rechnung) und PRICAT (Preis-/Artikelkatalog).
  • Standard ist EDIFACT/EANCOM (z. B. die Versionen D01B oder D96A) nach den Richtlinien von GS1 Germany.
  • Eine externe Middleware löst nur das Format – Ihre internen Prozesse müssen Sie zusätzlich anpassen. Das sind zwei Baustellen.
  • In FoodOffice sind Daten und Prozesse eins: EDI-Profil und zugehöriger Ablauf werden gemeinsam eingerichtet – kein Zusatzsystem, keine manuelle Synchronisation.
  • Für die großen Handelspartner (ALDI, EDEKA, Kaufland, REWE, Lidl, METRO, Markant u. a.) gibt es fertige Profile.

Lieber sehen als lesen? Das Erklärvideo zeigt die EDI Zentrale in FoodOffice in Aktion – von der Bestellung bis zur Rechnung.

Grundlagen

Was ist EDI – und warum fordert ihn der Lebensmittelhandel?

EDI steht für den elektronischen Datenaustausch: Statt eine Bestellung als PDF oder Fax zu verschicken und beim Empfänger wieder abzutippen, tauschen die Warenwirtschaftssysteme die Belege als maschinenlesbare Nachrichten aus. In der Lebensmittelbranche ist dafür der Standard EDIFACT bzw. die Handelsvariante EANCOM maßgeblich – gepflegt von GS1 Germany, der Organisation hinter EAN/GTIN und GLN.

Für den Handel ist das ein Effizienz- und Qualitätsthema: weniger Erfassungsfehler, schnellere Belegläufe, eine saubere Zuordnung über GTIN und GLN. Deshalb verlangen ALDI, EDEKA, REWE, Kaufland & Co. von ihren Lieferanten immer häufiger die „EDI-Kulisse“ – oft beginnend mit ORDERS und INVOIC, später ergänzt um das Lieferavis DESADV. Wer als Lebensmittelhersteller oder Großhändler an den LEH liefert, kommt am Thema kaum noch vorbei.

Wichtig zu wissen: EDI ist nicht dasselbe wie die E-Rechnungspflicht. Die E-Rechnung (z. B. ZUGFeRD/XRechnung) regelt das Rechnungsformat allgemein – EDI/INVOIC ist der etablierte, handelsspezifische Weg, Rechnungen und weitere Belege strukturiert mit dem LEH auszutauschen.

Hand eines Mitarbeiters im weissen Kittel mit Tablet an einer Lebensmittel-Verpackungslinie
Belege digital erfassen statt abtippen – direkt an der Produktions- und Verpackungslinie.
Überblick

Die wichtigsten EDI-Nachrichten auf einen Blick

EDI ist kein einzelnes Dokument, sondern eine Familie standardisierter Nachrichtentypen. Diese vier begegnen Lebensmittelproduzenten im Handelsgeschäft am häufigsten:

EDIFACT-Nachrichtentypen im Lebensmittelhandel
NachrichtRichtungBedeutung
ORDERSHandel → SieDie Bestellung des Handelskunden – Grundlage für Ihren Auftrag.
DESADVSie → HandelDas Lieferavis: kündigt die Lieferung an, inkl. Packstruktur und NVE/SSCC.
INVOICSie → HandelDie elektronische Rechnung – oft über einen Zentralregulierer.
PRICATSie → HandelPreis- und Artikelkatalog: hält Stammdaten beim Partner aktuell.

Je nach Konstellation kommen weitere Formate hinzu – etwa HANMOV und INSDES für die Anbindung von Lager- und Logistikdienstleistern. Auch diese deckt die EDI Zentrale ab.

Der Knackpunkt

Warum externe Middleware nur das halbe Problem löst

Viele Betriebe umgehen EDI zunächst, indem sie Bestellungen manuell aus der PDF abtippen und Rechnungen „irgendwie“ im passenden Format herausschicken. Das ist fehleranfällig und skaliert nicht: Kommt ein neuer Kunde mit einem anderen Format hinzu, beginnt die Arbeit von vorn.

Der nächste Schritt ist meist eine externe EDI-Middleware oder ein EDI-Dienstleister. Das ist nicht verkehrt – löst aber nur eine Hälfte. Denn jeder Handelskunde hat eigene Datenanforderungen: besondere Felder, spezielle Strukturen, individuelle Inhalte. Das zieht zwei Dinge nach sich: Das Format muss angepasst werden – und Ihre internen Prozesse müssen separat darauf abgestimmt werden. Das Zwischensystem kümmert sich um das Format, kennt aber Ihre Prozesse nicht. Die müssen Sie selbst aufbauen und synchron halten.

Externe EDI-Middleware vs. EDI Zentrale in FoodOffice
AspektExterne Middleware / DienstleisterEDI Zentrale in FoodOfficeEmpfohlen
Format-KonvertierungEigene Konvertierungsschicht zwischen ERP und HandelIm System integriert – keine zusätzliche Schicht
ProzessanpassungGetrennt – muss separat im ERP nachgebaut werdenDaten und Prozesse werden gemeinsam eingerichtet
Systeme im EinsatzERP + Middleware (zwei Systeme, zwei Verträge)Ein System – ein Ansprechpartner
Neuer HandelspartnerFormat beim Dienstleister, Prozess im ERP – zwei BaustellenEDI-Profil anpassen – Prozess läuft mit
FehlersucheVerteilt über zwei SystemeZentrales Fehlerprotokoll in der EDI Zentrale

In FoodOffice ist das grundlegend anders: Die Daten folgen den Prozessen – direkt, ohne Umweg. Hat ein Kunde besondere Anforderungen, passen wir das EDI-Profil an – und die dazugehörigen Abläufe gleich mit. Egal ob Sie an zwei oder zwanzig EDI-Kunden liefern: Das Prinzip bleibt dasselbe.

Dieselbe neue Kundenanforderung – zwei völlig verschiedene Wege:

Externe Middleware Neue Kundenanforderung
Formatim Zwischensystem Prozessin Ihrem ERP

Format und Prozess laufen auseinander – zwei Baustellen, die Sie selbst synchronisieren müssen.

FoodOffice EDI Zentrale Neue Kundenanforderung EDI-Profil & Prozessgemeinsam in einem Schritt

Die Daten folgen den Prozessen – ein Weg, ein System, keine Synchronisation von Hand.

Schritt für Schritt

So läuft der EDI-Prozess in FoodOffice ab

Von der Bestellung bis zur Rechnung bleibt alles in einem System – ohne dass Sie zwischendurch in Dateien eingreifen müssen.

Bestellung

ORDERS kommt rein und wird zum Auftrag.

Lieferung

Auftrag wird kommissioniert und ausgeliefert.

Lieferavis

DESADV geht aus dem Lieferschein raus.

Rechnung

INVOIC wird aus der Faktura erzeugt.

Schritt 1 ORDERS-Import & Auftragsanlage

Der Handelskunde schickt eine ORDERS-Datei per EDI. Sie landet automatisch in der EDI Zentrale, wird eingelesen, und FoodOffice ordnet die Positionen Ihren Artikeln zu – über EAN/GTIN, Kundenartikelnummern oder ein individuelles Mapping, das Sie pro Partner einrichten. Aus der Bestellung entsteht direkt ein Auftrag, ganz ohne manuelle Erfassung. Stimmt etwas nicht, sehen Sie es sofort im Fehlerprotokoll (z. B. „Artikel existiert nicht“). Gerade hier steckt das größte Einsparpotenzial und die spürbarste Entlastung für Ihr Vertriebsteam.

Schritt 2 DESADV-Versand aus dem Lieferschein

Wird die Ware ausgeliefert, erzeugen Sie das Lieferavis (DESADV) direkt aus dem digitalen Lieferschein heraus. Die Anforderungen sind sehr unterschiedlich und betreffen oft auch interne Prozesse – etwa NVE-Etiketten nicht nur auf der Palette, sondern auf jeder einzelnen Kiste. Für die großen LEH-Partner gibt es fertige Profile: Sie wählen das Profil, stellen die Optionen ein, FoodOffice baut die Datei im exakt richtigen Format.

Schritt 3 INVOIC direkt aus der Faktura

Viele LEH-Kunden fordern auch die Rechnung als INVOIC. Sie wird direkt aus der Faktura erzeugt und übertragen – partnerspezifisch und ohne manuellen Schritt. Auch die komplexe Konstellation eines Zentralregulierers (etwa im Rahmen der REWE-Zentralregulierung) ist jederzeit abbildbar.

Mehr als Transaktionen

Stammdaten automatisch austauschen: PRICAT & Co.

Neben den klassischen Transaktionsnachrichten kann FoodOffice auch Stammdaten über EDI austauschen. Ob Artikeldaten, Preislisten oder Produktkataloge – mit Formaten wie PRICAT übertragen Sie Ihre Stammdaten strukturiert und automatisch an Ihre Handelspartner. So sind Ihre Artikel und Preise beim Kunden immer aktuell, ohne manuelle Pflege auf beiden Seiten.

In Kombination mit dem Preislistenmanagement von FoodOffice lassen sich Kataloge kundenabhängig zusammenstellen und in festgelegten Intervallen versenden – ein häufig unterschätzter Hebel, um Konditionsdifferenzen und Rückfragen zu vermeiden.

Über den Standard hinaus

Auch komplexe Szenarien: Lagerdienstleister, Lohnherstellung & SAP

Was bis hier beschrieben ist, ist der Standard. FoodOffice kann aber deutlich mehr – und genau das entscheidet in der Praxis oft über die Machbarkeit eines Setups.

Modernes Lebensmittel-Lager mit folierten Paletten und Regalen
Auch Lager- und Logistikdienstleister lassen sich über die EDI Zentrale anbinden.

Lager- & Logistikdienstleister

Die Ware lagert beim Dienstleister, die gesamte Disposition – Auftragserteilung, Auslieferung, Bestandsabfrage – läuft über die EDI Zentrale. FoodOffice leitet Aufträge weiter, der Dienstleister meldet Auslieferungen und Bestände zurück. Sie haben das externe Lager in Echtzeit im Blick.

Lohnherstellung & Konfektionierung

Als Dienstleister werden Sie per EDI mit allen nötigen Daten versorgt: Rohstoffe des Kunden, Produktions- und Lieferprozesse, Lagerbestände und sogar die Chargenrückverfolgung – abgewickelt mit Formaten wie HANMOV oder INSDES.

SAP & Fremdsysteme

Ob Ihr Partner SAP oder ein anderes System einsetzt: FoodOffice spricht das passende Format. So binden Sie auch große Hersteller und Handelszentralen sauber an – ohne Systembruch.

In jedem dieser Szenarien gilt dasselbe Prinzip: Die Daten folgen den Prozessen – in einem System.

Aus der Praxis

Fertige Profile für die großen Handelspartner

In FoodOffice sind die EDI-Profile vieler LEH-Partner bereits umgesetzt – vom EDIFACT-Format D01B (z. B. EDEKA) bis zum DESADV im Format D96A (z. B. Kaufland) und der INVOIC nach EANCOM-INVOIC 2002. Statt jedes Format von Grund auf zu entwickeln, wählen Sie das passende Profil und stellen die Optionen ein. Das verkürzt die Anbindung spürbar.

ALDI EDEKA Kaufland REWE Lidl METRO Markant Hogast Aramark

Hinweis aus der Beratung: Datenformate und Übertragungswege (z. B. X.400, SFTP, EDITEL) variieren stark. Der individuelle Einrichtungsaufwand pro Partner und Format wird transparent nach Aufwand kalkuliert – den Rahmen besprechen wir vorab mit Ihnen. Wie ein durchgängig digitaler Datenfluss in der Praxis entlastet, zeigt auch unser Beitrag „Schluss mit Excel & Zettelwirtschaft“.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu EDI in der Lebensmittelbranche

Was bedeutet EDI in der Lebensmittelbranche?
EDI (Electronic Data Interchange) ist der automatische, strukturierte Austausch von Geschäftsbelegen zwischen Lebensmittelhersteller und Handel. Bestellungen, Lieferavise und Rechnungen werden als standardisierte EDIFACT-/EANCOM-Nachrichten direkt zwischen den Warenwirtschaftssystemen ausgetauscht – ohne PDF, Fax oder manuelle Erfassung.
Welche EDI-Nachrichten fordert der Lebensmitteleinzelhandel?
Am häufigsten ORDERS (Bestellung), DESADV (Lieferavis) und INVOIC (Rechnung), ergänzt um PRICAT für Preis- und Artikelkataloge. Je nach Setup kommen weitere Formate wie HANMOV oder INSDES für die Anbindung von Logistikdienstleistern hinzu.
Was ist der Unterschied zwischen DESADV und einem Lieferschein?
Inhaltlich ähneln sie sich – beide listen Artikel und Mengen einer Lieferung. Der entscheidende Unterschied: Das DESADV ist ein elektronisches Lieferavis, das der Kunde bereits vor der Ware erhält und das Packstrukturen samt NVE/SSCC abbildet. In FoodOffice entsteht es direkt aus dem digitalen Lieferschein.
Brauche ich für EDI eine externe Middleware oder einen Dienstleister?
Nicht zwingend. Eine externe Middleware löst nur die Format-Konvertierung – Ihre internen Prozesse müssen Sie separat anpassen. In FoodOffice ist EDI direkt integriert: Daten und Prozesse werden gemeinsam eingerichtet, ohne zusätzliche Konvertierungsschicht. Eine Anbindung über einen Dienstleister ist bei Bedarf trotzdem möglich.
Welche Handelspartner kann FoodOffice per EDI anbinden?
Für die großen LEH-Partner wie ALDI, EDEKA, Kaufland, REWE, Lidl, METRO, Markant, Hogast oder Aramark gibt es bereits fertige Profile. Weitere Partner und individuelle Formate werden über ein eigenes EDI-Profil abgebildet – auch Konstellationen mit Zentralregulierer.
Welche Formate und Übertragungswege unterstützt FoodOffice?
FoodOffice arbeitet mit den gängigen EDIFACT-/EANCOM-Versionen (z. B. D01B, D96A, EANCOM-INVOIC 2002) sowie PRICAT, HANMOV und INSDES. Als Übertragungswege kommen u. a. X.400, SFTP und EDITEL zum Einsatz – passend zur Anforderung des jeweiligen Partners.
Was kostet eine EDI-Anbindung mit FoodOffice?
Die großen LEH-Partner sind über fertige Profile schnell angebunden. Da Datenformate und Kommunikationswege stark variieren, wird der individuelle Einrichtungsaufwand pro Partner und Format nach Aufwand kalkuliert. Den Rahmen nennen wir Ihnen vorab – gern im Rahmen einer Demo.
Kann FoodOffice auch Logistikdienstleister oder SAP anbinden?
Ja. FoodOffice bildet komplette Lagerdienstleister-Integrationen ab (Disposition, Auslieferung und Bestandsrückmeldung über die EDI Zentrale) und versorgt auch Lohnhersteller mit allen nötigen Daten. Ob der Partner SAP oder ein anderes System nutzt, spielt dabei keine Rolle.

EDI direkt aus FoodOffice – vom Standard bis zum komplexen Szenario

Wenn auch Sie ORDERS, DESADV, INVOIC und PRICAT direkt aus dem ERP abwickeln wollen, steht Ihnen KIRATIK als Softwarespezialist für die Lebensmittelbranche zur Seite.

Direkt im ERP integriert Fertige LEH-Profile Spezialist Lebensmittelbranche
Demo anfragen
Artikel teilen:
Mark Schwing, Leitung Vertrieb bei KIRATIK
Lieber direkt sprechen?
Mark Schwing · Leitung Vertrieb
30 Minuten per Videokonferenz – unverbindlich und kostenlos